Petrologisches Hochdrucklabor
Im petrologischen Hochdrucklabor wird vor allem Druck gemacht. Mit drei verschiedenen Apparaturen (Piston-Cylinder, Belt-Apparatur, Multi-Anvil) auf vier hydraulischen Pressen können Drücke von bis zu 25 GPa und Temperaturen von bis zu 2000°C erzeugt werden. Damit lassen sich die Bedingungen bei der Entstehung von Gesteinen und Mineralen im oberen Erdmantel (bis ca 400km Tiefe) und in der Übergangszone zwischen oberen und unterem Erdmantel (ca. 400-660km) simulieren. Je größer die Erdtiefe, desto größere Werte nehmen auch Druck und Temperatur im Erdinneren an. Ein Druck von 25 GPa entspricht dabei einer Tiefe von etwa 700 km. In welcher Tiefe, also unter welchen Druck- und Temperaturbedingungen, entstehen welche Minerale und Gesteine? Aus welcher Tiefe muss ein Gestein kommen, das nun an der Erdoberfläche angetroffen wird? Solche und ähnliche Fragestellungen kann die experimentelle Petrologie mit Hilfe von Hochdruckanlagen beantworten. Neben der experimentellen Petrologie werden die Anlagen auch von Materialwissenschaftlern genutzt, um beispielsweise Hochdruckmaterialien mit neuen Eigenschaften herzustellen.
Anlagen im Hochdrucklabor
Multi-Anvil-Modul bis 25 GPa
Belt-Apparatur 3-6.5 GPa
Piston-Cylinder, 0-3 GPa
Informationen
Prinzip der Druckerzeugung / Wolframkarbid
Simulation des Erdinnern durch Hochdruck-Experimente
Reise zum Mittelpunkt der Erde
Bilder
Das Hochdrucklabor im Februar 2010
Das Hochdrucklabor in der Bauphase
Die MultiAnvil/800t-Presse im Betrieb
Die Belt/500t-Presse im Betrieb
Umzug der Hochdruckpressen am 09.03.2007
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Abbildung: Der im Hochdrucklabor erreichbare Druck von 25GPa entspricht einer Erdtiefe von ca. 700km.
Hochdrucklabor im Geozentrum Raum 0.129 Altenhöferallee 1 60348 Frankfurt am Main
Tel. ++49(0)69-798-40275 (Labortelefon)
Prof. Gerhard Brey Tel. ++49(0)69-798-40124 Email: 
Thomas Kautz Tel. ++49(0)69-798-40137 Email: 
Anfahrt und Lageplan
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